Digitalreport 2021 – Studienergebnisse

2021 ist ein Jahr des Neuanfangs. Immer noch gezeichnet von der Corona-Pandemie, die uns das letzte Jahr hindurch in Atem gehalten hat und wohl auch noch weiter beschäftigen wird, ist doch ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Im Sommer wird es genug Impfstoff für alle geben und die Pandemie kann ihrem Ende entgegensehen. Es stellt sich jedoch bereits jetzt die Frage, was wir aus der Corona-Krise lernen.

Eine Idee, die im letzten Jahr sehr oft beschworen wurde, bestand darin, dass die Corona-Krise zu einem Digitalisierungsschub in Deutschland geführt hat und sowohl Wirtschaft als auch Staat vermehrt auf digitale Lösungen setzen. Dieser Digitalisierungsschub ist aber aus Sicht der Bürger faktisch ausgeblieben. Sowohl in der Wirtschaft als auch in Schulen und Behörden sehen die Bürger sogar noch ein langsameres Tempo bei der Digitalisierung in Deutschland als noch im Jahr 2019. Das geht aus dem diesjährigen Digitalreport klar hervor.

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Digitalisierungsschub? Die Bürger können hier insbesondere im staatlichen Bereich wenig erkennen

Noch am schnellsten gehen Digitalisierung und Vernetzung nach dem Eindruck der Bevölkerung in der Automobiltechnik und generell in der industriellen Produktion voran, in erheblichem Abstand gefolgt von der persönlichen Kommunikation, Smart Home-Lösungen und Anwendungen im medizinischen Bereich.

Während 2019 jedoch noch 61 Prozent überzeugt waren, dass die Digitalisierung und Vernetzung im industriellen Bereich rasch voranschreitet, glauben dies aktuell nur noch 50 Prozent. Die Überzeugung, dass die Digitalisierung im Gesundheitsbereich rasch vorangetrieben wird, ist von 38 auf 26 Prozent zurückgegangen. Der gesamte staatliche Bereich wurde schon 2019 in Bezug auf das digitale Innovationstempo kritisch gesehen; seither hat sich die Bilanz weiter verschlechtert: So waren 2019 noch 25 Prozent der Bevölkerung überzeugt, dass die staatliche Verwaltung, die Behörden Digitalisierung und Vernetzung rasch vorantreiben; aktuell glauben das noch 16 Prozent. Das Zutrauen, dass die Polizei und generell die Sicherheitsbehörden die Digitalisierung forcieren, hat sich von 20 auf 11 Prozent zurückgebildet.

Dass der Schulunterricht in dieser Beziehung heute nicht kritischer gesehen wird als 2019, hat lediglich damit zu tun, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung schon 2019 bei den Schulen kaum besondere Anstrengungen erkennen konnte, sich die Digitalisierung zunutze zu machen. 9 Prozent waren 2019 überzeugt, dass digitale Formate im Schulunterricht rasch vorangetrieben werden, 9 Prozent sind es jetzt.

Hier lesen Sie die kompletten Studienergebnisse nach.