Business Intelligence – das steckt dahinter

Wenn es um die moderne, agile und Erfolg versprechende Führung eines Unternehmens geht, setzen immer mehr Manager auf Business Intelligence. Mit dieser modernen Methode erhalten die Entscheider in Unternehmen alle Informationen, die sie für das Treffen von Entscheidungen benötigen. Nicht nur Top-Konzerne, sondern auch immer mehr mittelständische Unternehmen verlassen sich dabei auf die zahlreichen Softwarelösungen, die ihnen diese Informationsquellen eröffnen und den Überblick über die Ressourcen, Chancen und Risiken ihres Unternehmens ermöglichen.

Business Intelligence ist dabei ein Prozess, der es Managern auf Basis von modernen Lösungen und intuitiver Datendarstellung leichter macht, ohne Einbindung von IT oder lange Vorlaufzeit wichtige Fragen zu beantworten. Hier erfahren Sie mehr darüber, was hinter diesem Konzept steckt, welche Vorteile es für jedes Unternehmen bietet und wie es umgesetzt wird. Zusätzlich erhalten Sie einen Überblick über die Software und Hardware, die mit einem Business Intelligence System verbunden ist und den erfolgreichen Betrieb garantiert.


Arbeitsprinzip von Business Intelligence

Der Begriff der Business Intelligence hat im Laufe der Jahrzehnte einen Wandel durchlaufen. Noch vor wenigen Jahrzehnten war der erstmals 1958 in der Fachliteratur erwähnte Begriff („A Business Intelligence System“ von Hans P. Luhn) ein Oberbegriff für Geschäftsanalysen, die von IT-Abteilungen verfasst wurden. Dabei wurde im typischen Top-down-Verfahren eine Fragestellung vorgegeben, die durch ein Team von Experten beantwortet wurde. Die Analyse von unterschiedlichen Datensätzen und Trends am Markt dauerte hier lange, was die Ergebnisse in volatilen Märkten oder bei technischen Veränderungen veralten ließ, bevor sie auf dem Tisch der Führungsebene lagen. Auch die Beantwortung zusätzlicher Fragen war erst nach einer erneuten Analyse möglich.

Im Zuge der Verbreitung von Big Data, modernen Analysewerkzeugen und der Vernetzung unterschiedlicher Bereiche der Unternehmen hat aber auch die Business Intelligence einen Wandel durchlaufen. Moderne Softwarelösungen im Bereich Business Intelligence erlauben es ohne große Einarbeitung, alle wichtigen Daten aus den bestehenden Datenpools zu ziehen. Durch eine Anbindung an Datenmanagementsoftware werden alle im Unternehmen und auf dem Markt auftretenden Daten gebündelt und durch intelligente Steuerung durchsuchbar gemacht. Ein Dashboard erlaubt die intuitive Bedienung der Software und das Aufrufen und Gegenüberstellen unterschiedlicher Datenpunkte. Durch eine Visualisierung in Graphen ermöglicht die Software es ihren Nutzern, Informationen schnell und intuitiv zu erfassen, statt in großen Tabellenkolonnen nach dem gewünschten Wissen zu suchen. Anwendungsbeispiele für Business Intelligence sind etwa die Analyse von Verkaufsdaten für die Abschätzung kurzfristiger und langfristiger Trends, die Identifikation von Problemen in bestimmten Unternehmensbereichen wie in Lieferketten oder die Untersuchung von Zielgruppen und Marketingerfolgen im Rahmen der Customer Relations.

Die Erstellung der Datenbanken, der Informationsgewinn und das Treffen unternehmensstrategischer Entscheidungen ist durch Business Intelligence deutlich fundierter als ein reines Agieren aus Intuition oder Erfahrungswerten. Die schnelle Verfügbarkeit der Daten erlaubt es den Entscheidern im Betrieb, die richtigen Beschlüsse schnell zu treffen und diese an sich verändernde Bedingungen oder Feedback aus dem Unternehmen anzupassen. Eine erfolgreiche Business Intelligence Strategie ist dabei kein linearer Prozess, sondern basiert auf einem sich selbst verstärkenden Kreislauf, der als „Cycle of Analytics“ bezeichnet wird. In diesem ruft der Benutzer Informationen auf, interagiert mit ihnen und zieht aus ihnen die für seine Entscheidungen wichtigen Informationen. Dieses gewonnene Wissen wird mit anderen Führungspersonen im Unternehmen geteilt und als Basis für das Management genutzt. Die Auswirkungen dieser Entscheidungen werden wieder durch Business Intelligence überwacht und können für Korrekturen oder eine Bestätigung des Kurses genutzt werden.



Vorteile für Ihr Unternehmen durch Business Intelligence

Durch Business Intelligence ist es auch mittelständischen Unternehmen, die über keine eigene Statistikabteilung verfügen, möglich, fundierte Entscheidungen für ihre Unternehmensstrategie zu treffen. Das Sammeln der notwendigen Daten ist dank der Vernetzung von Unternehmensprozessen so einfach wie noch nie. Durch Business Intelligence können Sie in Ihrem Unternehmen aus diesen Daten das Wissen ziehen, das Sie für Ihre Entscheidungen benötigen. So treffen Sie fundierte und langfristige Entscheidungen, die Sie in Echtzeit überwachen und auf Entwicklungen anpassen können. Ein weiterer Vorteil hochwertiger Business Intelligence Software ist die intuitive Visualisierung der Graphen. Durch die Hervorhebung wichtiger Datenpunkte durch Farben, das Gegenüberstellen von Daten in Graphen und viele andere Werkzeuge vermittelt Ihnen die Software die Informationen, die Sie benötigen, und erlaubt es Ihnen, diese auf einen Blick zu erfassen.

Auch das Teilen der Daten mit anderen Personen in der Führungsebene wird ohne zusätzliche Bearbeitung möglich. Durch maschinelles Lernen können diese Analyse- und Visualisierungsmethoden noch weiter verbessert werden, um die genau auf Ihr Unternehmen maßgeschneiderten Informationsbündel zu präsentieren. Anders als bei herkömmlichen Analyseteams sind auch die Investitionskosten für Business Intelligence sehr gering.

Da viele Prozesse vom Data Warehousing über die Vernetzung bis zur Visualisierung automatisch durchgeführt werden, müssen Sie weder Experten beschäftigen noch sich selbst aufwendig in die Software einarbeiten. Auch die notwendige Infrastruktur ist nicht aufwendig, denn Software dieser Art verfügt über Schnittstellen, mit denen sie problemlos an Datencenter, CRM-Software oder das ERP-System andocken kann. Business Intelligence Software stellt somit eine natürliche Erweiterung des digitalisierten Unternehmens dar. Sie sichert die erfolgreiche Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie anhand fundierter Daten und ist so ein wertvolles Werkzeug für jede Unternehmensführung.


Software und Hardware für erfolgreiche Business Intelligence

Kernstück einer Business Intelligence Lösung ist die Business Intelligence Software. Diese verfügt über API-Schnittstellen zu zahlreichen weiteren Softwarearten, welche die Software mit den notwendigen Daten versorgt. Über ein Dashboard erlaubt es die Software ihren Benutzern, intuitiv mit den Datenpunkten zu interagieren, Fragestellungen zu beantworten und so alle notwendigen Informationen zu gewinnen. In den meisten Softwarearten lässt sich das Dashboard an die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens anpassen, während automatisierte Prozesse und KI-Unterstützung die Benutzung der Software schneller machen und den Blick auf das Wesentliche schärfen. Die Visualisierung erfolgt über geeignete Graphen, die sich häufig weiter aufschlüsseln lassen, wenn ein detaillierter Blick gewünscht ist. Damit die Daten für die Software zur Verfügung stehen, werden diese automatisch vorverarbeitet und über ein Datenmanagementsystem sortiert und gespeichert. Man spricht hier auch vom Data Warehousing oder Datamarts, da die Daten wie in einem Lagerhaus einsortiert und bei Bedarf schnell aufgerufen werden. Die Daten werden über einen ETL-Prozess (Extraktion, Transformation und Laden) aufgerufen und zur Verfügung gestellt.

Ein hochwertiges ERP-System, das alle Unternehmensbereiche miteinander verbindet und den Austausch erleichtert, ist eine essenzielle Voraussetzung für die Nutzung von Business Intelligence Software. Es erlaubt den Austausch von Informationen und die Generierung der Datenmengen, welche die Grundlage für die Analysefunktionen bilden. Cloudbasierte Datencenter erlauben eine dezentrale, weltweite Verfügbarkeit der Daten und den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Betrieben. Auch eine Verbindung zu CRM-Software, zu Datenmanagementsystemen oder anderen Softwarelösungen ermöglichen es Ihnen, die Daten Ihres Unternehmens ganzheitlich zu betrachten. Aufseiten der Software benötigen Business Intelligence Systeme durch KI und die Einbeziehung zahlreicher Datenpunkte erhebliche Rechenleistung. Sie können ebenso wie andere Unternehmenssoftware auf einem Server (virtuell oder physisch) in einem Rechenzentrum effizient und sicher betrieben werden. Auch die flexible Speicherung der gewaltigen Datenmengen funktioniert in einem Rechenzentrum in der Cloud ideal. Ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept sorgt dafür, dass der Fluss der Daten verschlüsselt ist, keine unbefugten Personen an Betriebsinterna gelangen und auch die Daten Ihrer Kunden und Partner im Sinne der DSGVO geschützt sind. So ausgestattet, ermöglicht Ihnen Business Intelligence die vorausschauende, agile und somit erfolgreiche Planung Ihrer Unternehmensstrategie.


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